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Pflanzenporträts

Palisaden-Wolfsmilch (Euphorbia characias subsp. wulfenii (W.D.J.Koch) Radcl.-Sm.)

Palisaden-Wolfsmilch (Euphorbia characias subsp. wulfenii (W.D.J.Koch) Radcl.-Sm.) Charakterpflanze des Südens Die Palisaden-Wolfsmilch gehört zu den besonders auffälligen Vertretern der Gattung Wolfsmilch (Euphorbia), zu der heute weltweit über 2100 Arten gezählt werden. Die Palisaden-Wolfsmilch ist dabei eine Charakterpflanze des Mittelmeerraums und ist auch auf der südlichen Peloponnes verbreitet. Besonders im zeitigen Frühjahr, zu Beginn ihrer Blütezeit, macht das leuchtende Gelbgrün der großen Blütenstände schon von Weitem auf sich aufmerksam. Dabei sind die einzelnen Blüten alles...

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Chios-Hundskamille (Anthemis chia L.)

Chios-Hundskamille (Anthemis chia L.) Zu den Pflanzen, die in Griechenland schon im zeitigen Frühjahr eine bestimmende Rolle spielen, gehört neben dem invasiven und regional weit verbreiteten Ziegenfuß-Sauerklee (Oxalis pes-caprae) auch eine kleine Blütenpflanze, die in diesem geographischen Raum bereits seit Jahrhunderten vorkommt: die Chios- oder Griechische Hundskamille. Auch wenn in der Literatur nicht viel über sie zu finden ist, sollten wir dieser Pflanze aus verschiedenen Gründen unbedingt mehr Beachtung schenken. Kamille der Olivenhaine Um die „echte“ Kamille handelt es sich...

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Ziegenfuß-Sauerklee (Oxalis pes-caprae L.)

Ziegenfuß-Sauerklee (Oxalis pes-caprae L.) Eine erfolgreiche Migrationsgeschichte Im Winter sind auf der Peloponnes – und nicht nur in diesem Teil Griechenlands, sondern auch in vielen anderen mediterranen Ländern – viele Olivenhaine und andere Grünflächen mit leuchtend zitronengelb blühenden Pflanzen bedeckt. So dicht, dass vielfach kaum eine andere Pflanze zum Vorschein kommt. Angesichts der Tatsache, dass diese eher kleinwüchsige Blütenpflanze erst vor rund 200 Jahren in den Mittemeerraum gelangte, erscheint dieses massenhafte und großflächige Vorkommen beinahe unglaublich. In jedem...

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Silberblättriger Nachtschatten (Solanum elaeagnifolium Cav.)

Silberblättriger oder Ölweidenblättriger Nachtschatten (Solanum elaeagnifolium Cav.) Perlen auf heißen Böden Als ich begann, mich mit der Pflanzenwelt Griechenlands zu beschäftigen – insbesondere mit Wildpflanzen – spielten Nachtschattengewächse zunächst eher eine Nebenrolle. Die griechische Küche nutzt ja einige Arten dieser Pflanzenfamilie wie Kartoffel, Tomate, Paprika und Aubergine gerne und in vielfältiger Weise, aber wild wachsende Arten wie Bittersüßer Nachtschatten, Goldgelbes Bilsenkraut, Alraune, Strauchtabak und Stechapfel sind meist weder besonders auffällig noch allzu...

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Boryi-Krokus (Crocus boryi Gay)

Boryi-Krokus (Crocus boryi Gay) Rasch vergängliche Blütenpracht Während die Kretische Schwertlilie (Iris unguicularis) an vielen Stellen Südgriechenlands vom Spätherbst bis ins nächste Jahr hinein meist ausdauernd blüht, wird die Blüte eines anderen Schwertliliengewächses vor allem bei regnerischem Wetter meist rasch beendet: Der fast schneeweiße, im Spätherbst blühende Boryi-Krokus (Crocus boryi) zeigt seine Blütenpracht nur bei trockenem und noch besser bei sonnigem Wetter, und das sollte dann gleich ein paar Wochen anhalten. Was schon auf eine rasche Vergänglichkeit verweist,...

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Kretische Schwertlilie (Iris unguicularis Poir.)

Kretische Schwertlilie (Iris unguicularis Poir.) In Griechenland, vor allem in den südlichen Landesteilen wie auf der Peloponnes, beginnen in den letzten Wochen des Jahres die Kretischen Schwertlilien zu blühen. Sie besitzen wunderschön gezeichnete Blüten und ihre intensive Färbung macht sie unübersehbar. Schwertlilien gehören generell zu den wichtigsten Zierpflanzen und von vielen Iris-Arten wurden und werden Gartenkulturformen gezüchtet, vor allem in England und in den USA. Die Vielfalt an Sorten ist inzwischen unübersehbar. Auch bei den Wildarten, bei denen in der WFO Plant List...

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Meerträubel (Ephedra distachya L. subsp. distachya)

Meerträubel (Ephedra distachya L. subsp. distachya) Ein auffallender Klippenbewohner Hier handelt es sich um ein Gewächs, das sicherlich jeder schon mal gesehen hat, der an Meeresküsten oder in küstennahen Regionen der Peloponnes unterwegs war: eine etwa ein bis wenige Meter große Pflanze aus sparrig verzweigten grünen Trieben, oft an steilen Felsklippen oder über Mauern wachsend und nicht selten mit zahlreichen leuchtend roten Beeren. Beeren? Nein, irritierenderweise sind es eben keine Beeren, sondern Zapfen. Das gilt jedenfalls für Botaniker, denn diese Pflanze – das Meerträubel...

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